Notfallfond

Der Notfallfond

Konto Notfallfond
Volksbank Mittelhessen
IBAN: DE98 5139 0000 0064 6750 01
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Immer wieder werden wir bei unseren Aufenthalten im Senegal auch mit medizinischen Notfallsituationen konfrontiert. Diese sind dann besonders schlimm, wenn keine ärztliche Hilfe geleistet werden kann.

Da es im Senegal, wie auch in vielen anderen Ländern keine Krankenversicherung gibt, ist die gesundheitliche Situation gerade für die armen Menschen in der Savanne besonders tragisch. Sie könnten weder einen Arzt aufsuchen, geschweige denn einen solchen bezahlen.

So z.B. erfuhren wir bei einem unserer Besuche in unserer Schule, dass ein Junge fehlte, weil er von einer Giftschlange in die Ferse gebissen worden war. Wir suchten ihn in seiner Hütte auf, und beschlossen dort sofort, mit Zustimmung der Eltern, ihn in ein Krankenhaus in der entfernt liegenden Stadt zu bringen, wo er Gott sei Dank gerettet werden konnte. Transport und Krankenhauskosten wurden von unserer Gruppe privat bezahlt.

Hier das Gebiss der Giftschlange, die getötet und vergraben worden war.
Der gebissene Junde liegt verstört auf seinem Bett. Die Lymphknoten sind in der Leiste bereits geschwollen.

Ein anderes Mal sahen wir eine Schülerin, deren Mund bereits völlig entzündet und zugeschwollen war.  Wir brachten sie ebenfalls ins Krankenhaus, wo ein schlimmer Pilzbefall diagnostiziert wurde. Sie konnte kaum noch etwas essen, wurde aber Dank einer Behandlung mit Antibiotika wieder gesund.

Ein an Knochentuberkulose erkrankter Junge, der ohne Operation keine Chance gehabt hätte, je wieder laufen zu können, konnte durch eine intensive, langwierige medikamentöse Behandlung und eine darauf folgende Hüftoperation wieder laufen.

Auch ein als Kleinkind verunfallter Junge sollte nach einer Operation wieder normal gehen können.

Die Eltern der Kinder hätten die Kosten für solche Behandlungen nicht bezahlen können, und somit keinen Arzt aufgesucht.

All diese Situationen führten zu der Entscheidung, neben dem Schulkonto ein Unterkonto  einzurichten, von dem die Kosten für Arztbehandlungen  unserer Schulkinder bezahlt werden könnten.


Auch beim letzten Besuch im Januar 2019 waren wir wieder einige Male mit kranken Kindern auf unwegsamen Pfaden unterwegs um sie ins Krankenhaus zu bringen.

Das sind die Beine eines 2 jährigen Mädchens, das sich offensichtlich eine entzündliche oder bakterielle Infektion zugezogen hatte, sodass es völlig verzweifelt an Beinen und Rumpf am Kratzen war. Nur mühsam konnte die Mutter das Kind davon abhalten und die nässenden Ekzeme mit Stofflappen umwickeln. Wir brachten Mutter und Kind ins Krankenhaus, ebenso den an schwerer Bronchitis erkrankten großen Bruder. Hier konnten sie mit Antibiotika und Salben versorgt werden. Inzwischen haben wir Bilder erhalten, die eine deutliche Besserung seit unserer Abreise zeigen.

Auch diesen kleinen Jungen stellten wir dem Arzt zur Begutachtung vor.

Wieder einmal flogen wir mit dem Gedanken nach Hause, dass wir uns auch unbedingt um die medizinische Versorgung der Kinder in der Savanne kümmern müssen. Ohne Krankenversicherung und aus Angst vor den Kosten, zögern die Menschen in der Savanne meist zu lange den Arzt in der Stadt aufzusuchen.

Hier Hilfeleistungen zu organisieren, sollte unsere nächste Aufgabe sein.

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